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Die Variantendiskussion zum Letzetunnel in Feldkirch


Entlastungslüge Letzetunnel

3.8.2005. Der zuständige Verkehrs-, Straßenbau- und Raumplanungs-Landesrat Vorarlbergs, Manfred Rein sagt plötzlich offen, was Sache ist: Der Letzetunnel könne Feldkirch nicht effektiv entlasten. Er wäre wie für eine Transitspange angelegt und würde viel zu wenig zur Entlastung des neuralgischen Stadtzentrums beitragen.

Von Andreas Postner, Co-Vorsitzender von Transform

Viele glauben, sie hören nicht richtig. Haben das nicht immer schon die Gegner dieses Projektes gesagt? Seit über 10 Jahren trommelten die ÖVP-dominierte Landesregierung und die ebenso ÖVP-dominierte Feldkircher Stadtregierung: Der Letzetunnel von Frastanz nach Tisis muss kommen. Er sei die einzige Entlastungsmöglichkeit für Feldkirch. Gegner dieses umstrittenen Projektes wurden öffentlich verunglimpft und beschimpft. Jahrelang bestritten die Landes-ÖVP und die Stadt-ÖVP ihre Wahlkämpfe mit Pro-Letzetunnel-Kampagnen.

Wieso plötzlich dieser Meinungsumschwung in der Landesregierung?
Im Rahmen der Ausarbeitung des Vorarlberger Landesverkehrskonzeptes wurde vor mehr als einem Jahr unter Einbeziehung von Fachleuten, Verkehrsexperten und Beamten der Nachbarregionen aus Bayern, Baden-Würthemberg, St.Gallen, Graubünden und Liechtenstein auch das Letzetunnelprojekt kurz vorgestellt und diskutiert. Nachdem der damals zuständige Straßenbaulandesrat Egger das Projekt in höchsten Tönen angepriesen hatte, antwortete ich, dass kein einziger der anwesenden Verkehrsexperten den Letzetunnel für eine effiziente Lösung hielte. Und keine der anwesenden 50 Personen widersprach.

Zum ersten Mal wurde hier auch für den anwesenden Liechtensteinischen Vertreter klar erkennbar, dass der Letzetunnel nicht nur eine schlechte Lösung für Liechtenstein oder Frastanz darstellte, sondern offensichtlich auch ineffizient für Feldkirch selbst war. Und: Genauso klar war mittlerweile auch aufgrund der Rechtsinformationen der CIPRA, dass Liechtenstein eine Parteistellung im UVP-Verfahren und im davor laufenden Feststellungs-verfahren zustand.

Interessant waren außerdem die zahlreichen Einzelgespräche mit den zuständigen Vorarlberger Landesbeamten: Keiner von ihnen hielt den Letzetunnel für eine effektive Lösung. Die gleiche Ansicht vertrat auch der Feldkircher Verkehrsplaner Dipl.Ing. Martin Besch. Besch hatte mehrfach schon zuvor öffentlich in Liechtenstein gesagt, dass er den Letzetunnel für nicht zielführend ansieht. So deutlich hatte er sich in Vorarlberg öffentlich nicht geäußert, sehr wohl aber bei Fachgesprächen. Selbst in der ÖVP-Stadtpartei in Feldkirch wurde bereits vor den Wahlen diskutiert, dass der Letzetunnel nicht sehr effektiv sei, man ihn halt jetzt baue und man danach jedoch weitere Tunnel- und Entlasungsbauten ins Auge fassen müsse.

Links zu Stellungnahmen zum Letzetunnel
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Verkehrsplanung Feldkirch Süd
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